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Infrastruktur

Hardware-Beschaffung 2026: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen – bevor Projekte und Infrastruktur ins Risiko laufen

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Hardware Beschaffung

Viele Unternehmen gehen aktuell noch davon aus, dass Hardware für Server, Storage oder Endgeräte jederzeit verfügbar ist. Die Realität im Jahr 2026 sieht allerdings völlig anders aus.

Wir beobachten derzeit eine Entwicklung, die sich bereits 2025 abgezeichnet hat und sich 2026 massiv verschärft: Hardware wird knapper, teurer und teilweise schlicht nicht mehr kurzfristig verfügbar sein.

Vor allem im Bereich Server-Storage (NVMe, SSD, RAM) sowie bei Endgeräten wie Notebooks und PCs entsteht aktuell ein massiver Druck auf die Lieferketten.

Unternehmen, die Infrastrukturprojekte verschieben oder den Austausch alter Systeme hinauszögern, gehen damit ein zunehmend großes Risiko ein.


Der Haupttreiber: KI-Rechenzentren kaufen den Markt leer

Der wichtigste Grund für die aktuelle Situation ist der massive Ausbau von AI- und Hyperscale-Rechenzentren.

Die großen Cloud- und AI-Anbieter investieren aktuell Milliarden in neue Infrastruktur. Diese Systeme benötigen enorme Mengen an:


  • High-Performance-SSDs
  • NVMe-Storage
  • DRAM-Speicher
  • GPUs und Serverplattformen


Analysen zeigen, dass AI-Rechenzentren bereits 2026 bis zu 70 % der weltweit produzierten High-End-Speicherchips verbrauchen könnten. (Avnet)

Das hat direkte Auswirkungen auf den gesamten Hardware-Markt.


NVMe- und SSD-Preise steigen massiv

Die Folgen sind bereits deutlich sichtbar:


  • SSD-Preise sind teilweise 200–400 % höher als 2023. (Storage Disk Prices)
  • Enterprise-SSDs können im Datacenter-Segment über 250 % teurer werden. (Tom's Hardware)
  • Hersteller erwarten weitere Preissteigerungen von über 40 % im Jahr 2026. (Silicon Analysts)


NVMe-Storage ist besonders betroffen, da genau diese Technologie in modernen AI-Clustern und Hyperscale-Infrastrukturen eingesetzt wird. (Acer Corner)

Dazu kommen:


  • stark verkürzte Angebotsgültigkeiten
  • Lieferkontingente (Allocation)
  • deutlich längere Lieferzeiten


Viele Hersteller priorisieren große Cloud-Abnehmer.


Lieferzeiten werden zum echten Problem

Neben den Preisen ist vor allem die Verfügbarkeit kritisch.

Immer häufiger sehen wir:


  • Lieferzeiten von 3–6 Monaten für Standard-Server
  • nicht verfügbare Storage-Module
  • kurzfristig gestrichene Konfigurationen
  • unklare Liefertermine


Ein Beispiel aus unserer eigenen Praxis:

Für einen Kunden haben wir am 01.12. eine Standard-Serverkonfiguration bestellt.

Die ursprüngliche Lieferzeit lag bei 8 Wochen.

Der aktuelle Status:


  • ursprünglich: Ende Januar
  • verschoben: Ende Februar
  • aktuell angekündigt: 02. April


Wir sprechen also über rund fünf Monate Lieferzeit für eine Standardmaschine, ohne außergewöhnliche Ausstattung.

Und diese Entwicklung betrifft nicht nur einzelne Hersteller – sie ist branchenweit zu beobachten.


Altersbedingter Austausch wird 2026 zum Risiko

Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Situation:


  • Server sind 5–7 Jahre alt
  • Herstellergarantie ist ausgelaufen
  • kein Vor-Ort-Service mehr vorhanden


Die häufigste Aussage lautet dann:

„Wenn etwas kaputtgeht, kaufen wir einfach neue Hardware.“

Diese Strategie wird 2026 für viele Unternehmen nicht mehr funktionieren.

Denn:


  1. Neue Hardware kann monatelange Lieferzeiten haben
  2. Alte Ersatzteile sind oft nicht mehr verfügbar
  3. Hersteller leisten keinen Support außerhalb der Garantie


Das Risiko ist eindeutig:

Ein Hardware-Ausfall kann im schlimmsten Fall zu mehreren Wochen Infrastruktur-Stillstand führen.


Auch PCs und Notebooks könnten knapp werden

Die Situation beschränkt sich nicht nur auf Server.

Durch steigende Speicher- und CPU-Kosten rechnen Analysten damit, dass Laptoppreise um bis zu 40 % steigen könnten. (Tom's Hardware)

Viele Hersteller verschieben ihre Produktion zunehmend auf lukrativere Server- und AI-Komponenten.

Parallel laufen aktuell noch zwei weitere Entwicklungen:


  • die Windows-10-Ablösung
  • die Migration auf Windows 11


Viele Unternehmen haben ihre Arbeitsplatzgeräte noch nicht erneuert.

Wenn die Hardware nicht rechtzeitig verfügbar ist, kann das dazu führen, dass:


  • Geräte nicht mehr updatefähig sind
  • Sicherheitsupdates auslaufen
  • Projekte nicht umgesetzt werden können



Infrastrukturstrategie: Jetzt über Alternativen nachdenken

Unternehmen sollten deshalb nicht nur Hardware bestellen – sondern auch ihre Architektur überdenken.

Gerade in Zeiten unsicherer Hardware-Verfügbarkeit wird Flexibilität entscheidend.

Typische Optionen sind:

1. Hybrid- oder Cloud-Infrastruktur

Migration von Servern in Microsoft Azure.

2. Azure Virtual Desktop

Arbeitsplätze werden virtualisiert und sind unabhängig von lokalen PCs.

3. Server-Workloads in der Cloud

Applikationen laufen direkt in Azure statt auf lokalen Servern.

4. Flexible Infrastrukturdesigns

Architekturen, die nicht ausschließlich von einer bestimmten Hardware abhängig sind.

Viele Analysten empfehlen genau diesen Ansatz, da starre Hardware-Abhängigkeiten in Zeiten knapper Komponenten ein strategisches Risiko darstellen. (Hammerspace)


Unsere Empfehlung an Unternehmen

Die wichtigste Empfehlung ist einfach:

Warten Sie nicht.

Unternehmen sollten jetzt prüfen:


  • Welche Server laufen außerhalb der Herstellergarantie?
  • Welche Storage-Systeme sind voll ausgelastet?
  • Welche Arbeitsplatzgeräte sind nicht Windows-11-fähig?
  • Welche Projekte benötigen neue Hardware in den nächsten 12–24 Monaten?


Je früher diese Themen geplant werden, desto größer ist die Chance, Hardware noch rechtzeitig zu beschaffen.


Fazit

Die Hardware-Beschaffung hat sich in den letzten Monaten grundlegend verändert.

Was früher eine Routinebeschaffung innerhalb weniger Wochen war, kann heute:


  • mehrere Monate dauern
  • deutlich teurer sein
  • oder teilweise gar nicht verfügbar sein.


Die Kombination aus


  • AI-Boom
  • explodierender Speicher-Nachfrage
  • Produktionsverlagerungen


wird diese Situation mindestens bis 2027 prägen.

Unternehmen, die ihre Infrastruktur rechtzeitig planen und strategisch aufstellen, können diese Phase jedoch sehr gut meistern.

Unternehmen, die abwarten, riskieren hingegen ernsthafte Betriebsrisiken.


Lassen Sie uns darüber sprechen

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre aktuelle Infrastruktur noch zukunftssicher ist, sprechen Sie uns an.

Wir analysieren gemeinsam:


  • Ihre aktuelle Server- und Storage-Landschaft
  • mögliche Engpässe in den nächsten Jahren
  • und entwickeln eine Strategie für eine stabile, skalierbare Infrastruktur.