Hacker sind die Bösen. Oder?

Gute Hacker? Warum Hacker für unsere Cybersecurity unverzichtbar sind
Wer an Hacker denkt, denkt vermutlich zuerst an Cyberangriffe, gestohlene Daten, lahmgelegte Unternehmen oder Erpressungsversuche. Das Wort „Hacker“ ist schließlich überwiegend negativ besetzt.
Dabei ist Hacken zunächst einmal genau das: eine Fähigkeit. Und die lässt sich für völlig unterschiedliche Zwecke einsetzen.
Während Cyberkriminelle Sicherheitslücken suchen, um sie für ihre eigenen Zwecke auszunutzen, machen sich sogenannte ethische Hacker oder White Hat Hacker auf die gleiche Suche – allerdings mit einem ganz anderen Ziel. Sie wollen Schwachstellen entdecken, bevor Kriminelle es tun, und damit IT-Systeme sicherer machen.
Wie wichtig diese Arbeit für die Cybersecurity ist, zeigt ein aktuelles Beispiel ziemlich eindrucksvoll.
Was ist ein ethischer Hacker?
Ethische Hacker versuchen gezielt, Schwachstellen in IT-Systemen, Anwendungen oder Netzwerken aufzuspüren. Dabei nutzen sie teilweise ähnliche Methoden und Denkweisen wie Cyberkriminelle.
Der entscheidende Unterschied liegt darin, was anschließend mit der gefundenen Sicherheitslücke passiert.
Statt sie für einen Angriff zu nutzen, informieren Security Researcher die betroffenen Unternehmen oder Softwarehersteller über die Schwachstelle. So können Sicherheitslücken untersucht und geschlossen werden, bevor sie tatsächlich zum Einfallstor für einen Cyberangriff werden.
Dieses Vorgehen wird häufig als Responsible Disclosure beziehungsweise Coordinated Vulnerability Disclosure bezeichnet.
Gute Hacker arbeiten damit gewissermaßen auf derselben Seite wie IT-Sicherheitsverantwortliche – nur dass sie ein System bewusst aus der Perspektive eines potenziellen Angreifers betrachten.
Einer der besten Security Researcher arbeitet bei Eye Security
Wie wertvoll diese Arbeit sein kann, zeigt das Beispiel von Vaisha Bernard, Chief Hacker bei unserem Cybersecurity-Partner Eye Security.
Bernard erreichte im vierten Quartal 2025 den ersten Platz des weltweiten Microsoft Security Response Center Security Researcher Leaderboards. Microsoft würdigt mit diesem Ranking Sicherheitsforscher, die relevante Schwachstellen in Microsoft-Produkten und -Diensten aufdecken und verantwortungsvoll melden.
Im entsprechenden Quartal meldete Bernard insgesamt 52 wichtige und kritische Sicherheitslücken an Microsoft.
Hinter dieser Zahl steckt ein entscheidender Teil moderner Cybersecurity: Sicherheitslücken möglichst zu entdecken, bevor sie von Kriminellen ausgenutzt werden können.
Bernards Arbeit zeigt damit auch, dass Hacker nicht zwangsläufig eine Bedrohung für die IT-Sicherheit darstellen. Ganz im Gegenteil: Ihr Wissen kann ein wichtiger Bestandteil davon sein, digitale Systeme besser zu schützen.
White Hat, Black Hat, Grey Hat: Welche Hacker gibt es?
Hacker ist also nicht gleich Hacker. In der IT-Sicherheit wird häufig zwischen verschiedenen Gruppen unterschieden.
White Hat Hacker handeln mit guten beziehungsweise legitimen Absichten. Sie suchen gezielt nach Schwachstellen, um die Sicherheit von Systemen zu verbessern, und halten sich dabei an definierte Regeln und rechtliche Rahmenbedingungen.
Black Hat Hacker nutzen Sicherheitslücken dagegen ohne Erlaubnis und mit schädlichen oder kriminellen Absichten. Dazu gehören beispielsweise Datendiebstahl, Erpressung oder die Manipulation von Systemen.
Dazwischen werden häufig sogenannte Grey Hat Hacker eingeordnet. Sie können Sicherheitslücken ohne vorherige Genehmigung aufdecken, verfolgen dabei aber nicht zwangsläufig eine kriminelle Absicht. Rechtlich und ethisch kann dieses Vorgehen dennoch problematisch sein.
Die verwendeten Methoden können sich also durchaus ähneln. Absicht, Autorisierung und Umgang mit einer entdeckten Schwachstelle machen jedoch einen erheblichen Unterschied.
Warum Unternehmen gute Hacker brauchen
Cyberkriminelle entwickeln ihre Angriffsmethoden ständig weiter. Gleichzeitig werden IT-Landschaften komplexer: Cloud-Dienste, mobile Arbeitsplätze, Software-as-a-Service-Anwendungen und miteinander vernetzte Systeme sorgen für immer mehr potenzielle Angriffspunkte.
Unternehmen können sich deshalb nicht ausschließlich darauf verlassen, bereits bekannte Bedrohungen abzuwehren.
Moderne Cybersecurity bedeutet auch, aktiv nach möglichen Schwachstellen zu suchen, Systeme aus der Perspektive eines Angreifers zu betrachten und Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich zu überprüfen.
Genau hier spielen ethische Hacker und Security Researcher eine wichtige Rolle. Sie stellen Fragen wie:
Wo könnte ein Angreifer in das System gelangen? Welche Sicherheitsmechanismen lassen sich umgehen? Welche Schwachstellen wurden bisher übersehen? Und was muss passieren, damit aus einer theoretischen Lücke kein echter Cyberangriff wird?
Im Grunde versuchen gute Hacker also, den Angreifern einen Schritt voraus zu sein.
Cybersecurity braucht die Perspektive der Angreifer
Das Beispiel von Vaisha Bernard zeigt, wie wertvoll diese Perspektive sein kann. Wer verstehen möchte, wie Cyberkriminelle vorgehen, braucht Menschen, die deren Methoden kennen, Systeme kritisch hinterfragen und selbst kleinste Schwachstellen aufspüren.
Oder etwas einfacher gesagt:
Manchmal braucht es einen richtig guten Hacker, um sich vor Hackern zu schützen.
Dass mit Eye Security genau diese Expertise auch bei unserem Cybersecurity-Partner vorhanden ist, freut uns natürlich besonders. Die Platzierung im Microsoft-Ranking ist dabei vor allem eines: ein ziemlich eindrucksvolles Beispiel dafür, welchen Beitrag ethische Hacker zur IT-Sicherheit leisten können.
Und vielleicht sorgt sie ja auch dafür, dass wir beim nächsten Mal nicht automatisch an einen dunklen Kapuzenpulli denken, wenn irgendwo von einem „Hacker“ die Rede ist.
Bild und Text wurden mit Unterstützung von KI erstellt.